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Nach dem Verkauf von mehr als drei Millionen iPads haben fast alle PC-Hersteller die Maktlücke wahrgenommen und haben Ihre Absicht bekannt gegeben auf den Trend aufspringen. So heisst es jetzt beim PC-Marktführer Hewlett-Packard: "Der Tablet-Computer dürfte der nächste Trend sein".
So also plant Motorola einen eigenen Tablet-PC, Amazon bringt einen Billig-Kindle heraus und angeblich wird es bald ein indisches "iPad" für 25 Euro geben. Der indische Tablet-PC soll für einfache Dinge wie Textverarbeitung, das Surfen im Internet oder Videokonferenzen genutzt werden.
"Das ist unsere Antwort auf den Hundert-Dollar-Laptop des MIT" ( Massachusetts Institute of Technology ), sagte Erziehungsminister Kapil Sibal der Zeitung «Economic Times» bei der Vorstellung des Rechners. Das ist möglich durch Verwendung von Open-Source-Software. Das senkt die Kosten erheblich. Eine Sprecherin seines Ministeriums, Mamta Varma, erklärte, der Tablet-PC habe keine Festplatte, sondern nutze Speicherkarten.
Fast alle PC-Hersteller arbeiten an einem eigenen Tablet-PC.
Auch andere Hersteller arbeiten zurzeit fleissig an ihren Konzepten für Tablet-PC´s. Vor allem an der benötigten Software liegt es, das bis zur Markteinführung der Geräte doch noch einige zeit in Anspruch nehmen wird.
Der Erfolg des Tablet-Computers hänge "entscheidend davon ab, ob es für den Endverbraucher gut nutzbare Applikationen gibt", erklärte HP-Sprecherin Eleonore Körner.
So versucht Hewlett-Packard zweigleisig den Tablet-PC kundenfreundlich zu entwickeln. Den "HP Slate" soll es mit Windows 7 als auch mit dem Betriebssystem webOS von Palm geben. Wie bekannt ist, hat HP den Smartphone-Pionier Palm im April für 1,2 Milliarden Dollar übernommen, nachdem das 2009 mit dem Betriebssystem webOS eingeführte Smartphone Palm Pre die Verkaufserwartungen nicht erfüllen konnte.
Hewlett- Packard will so unterschiedliche Zielgruppen für seinen "HP Slate" ansprechen. Deshalb die beiden Betriebssysteme für ein Gerät. Wenn des Tablet-PC Konzept auch im Unternehmen erfolgreich sein soll, muss er mit dem installierten Betriebssystem vorwiegend einfach in die existierende IT-Landschaft der Firmen einzubinden sein. Diese ist meistens auf Windows ausgerichtet. Kommerziellen Anwendern wird deshalb voraussichtlich im Herbst 2010 einen "HP Slate" mit Windows 7 angeboten. Ein "HP Slate" mit webOS, mit der Ausrichtung an Privatanwender, hat noch keine zeiliche Priortät bei HP.
Entwickelt wurde webOS-Software speziell für Geräte mit Touchscreen. Wie das iOS von Apple dient auch webOS als Plattform für Apps aller Art. Und genau diese Anwendungen entscheiden, für welche Zwecke sich ein Tablet-PC einsetzen lässt. Das webOS hat dem Apple- System hat voraus, dass es von vornherein für Multitasking geeignet ist. Das heisst das mehrere Apps gleichzeitig nutzbar sind, so dass Anwender schnell zwischen den Apps umschalten können.
Mit dem Prinzip des Multitaskings sowie der vertrauten PC-Umgebung ( Windows 7) kann Microsoft entscheidene Vorteile nutzen, um zum entscheidenen Erfolg auf den neuen Tablet- Computern beizutragen. Angeblich haben schon mehrere Hersteller angefragt, mit Windows 7 Ihre Tablet-PC zu starten.
Der Tablet-PC wird somit zur nächsten großen Bühne im Wettbewerb zwischen Apple, Microsoft und Google. Inwieweit das Berliner Unternehmen WeTab GmbH seinen Tablet-PC im September tatsächlich dann auf den Markt bringen kann, scheint jetzt schon eher einer Anekdote im Fussnotenbereich zu gleichen.
Zwar will WeTab sich auch mit einer offenen Technik vom iPad absetzen, und verspricht das alle wichtigen Anschlüsse, mit denen man auch vorhandene Geräte wie Kamera, Drucker, Tastatur oder Fernseher nutzen kann, vorhanden sind, aber was ist mit dem Preis? Kann WeTab mit den anderen Anbietern noch mithalten? Indien lässt Grüssen. Wie vorauszusehen war werden Asus und andere Hersteller auch mit ihren Modellen dort ansetzen, wo das iPad von Apple kritisiert wurde: Bei der fehlenden USB-Schnittstelle zur Anbindung eines Druckers oder einer externen Festplatte.
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